Evangelische Kirchengemeinde Brambauer
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An den ersten beiden Februarwochenenden fanden die Konfirmandenfreizeiten für den Konfirmationsjahrgang 2009 im Diözensanzentrum in Rüthen statt. Tim Möller, ein Mitarbeiter, der beide Freizeiten begleitet hat, berichtet über die beiden Wochenenden.
Wochenende des Lebens
... So eindrucksvoll wurde mir von einer Konfirmandin das Wochenende beschrieben. Was will man also mehr? Um so
ein Wochenende zu gestalten, erfordert es viel mehr als nur einfach wegzufahren, ein paar Bibeltexte herauszusuchen und dann die Kinder
mit irgendwelchen Dingen zu bespaßen. Vielmehr gilt es den Dialog zwischen Religion und Spaß zu finden. Wie uns dies weitgehend in den
beiden Freizeiten gelungen ist, möchte ich mit diesem Bericht versuchen Ihnen etwas näher zu bringen.
Beide Freizeiten begannen mit der Abfahrt vom Marktplatz in Brambauer und endeten mit der Ankunft in Brambauer. Das Programm war sehr ähnlich gestaltet, aber die Ergebnisse sind total anders. Die Gruppen an sich waren eigentlich auch recht ungerecht verteilt. Die Frauenherrschaft hatte ganz klar Pfarrerin Scholz-Druba mit ihren 18 Mädchen und den 9 Jungs. Arme Jungs denkt man, aber die Jungs haben sich mit ihrer Minderheit doch recht gut abgefunden. Bei Pfarrer Hendler war dies umgekehrt: 18 Jungs und 5 Mädchen. Hier war die Männerdomäne ganz klar spürbar, aber auch hier haben sich die Mädchen toll integriert und wurden nicht von den Jungs übertönt.
Nun zum eigentlichen Programm:
Das Programm sollte sich im Großen und Ganzen um die Taufe handeln. Mit allem was dazu gehört, wie zum Beispiel das Ritual an sich, das Patenamt,
Taufkerzen, Taufsprüche, die Namen und ihre Bedeutung und natürlich warum überhaupt taufen. Dafür bereiteten wir bei beiden Gruppen verschiedene
Einheiten vor, die sich mit all diesen Dingen beschäftigen sollten. So begann das Wochenende bei beiden Gruppen mit einigen Kennenlernspielen.
Nach dieser Einheit ging es für alle Leute an die erste Einheit, die Taufkiste. Diese Kiste war mit verschiedenen Dingen gepackt, die entweder
zur Taufe dazu gehören, oder auch nicht. Hierbei zeigte sich erstmals die Kreativität bei den Jugendlichen sich auszudenken, wie man jedes
Element in die Taufe mit einbringen könne.
Nach dieser Einheit begann ein wiederkehrendes, allabendliches Element, der Nachtgedanke, bei dem man sich einfach fallen lassen konnte und den
Tag noch einmal durchleben konnte. Dies ist für uns Teamer und auch für einige Jugendliche das absolute Highlight der Freizeit.
Am nächsten Morgen erwachten wir in einem Winterwunderland. Der Eulenspiegel, das ist der Berg auf dem die Herberge gelegen ist, erstrahlte
in einem strahlenden Weiß das durch das Glitzern des Schnees zu einer wahren Augenweide wurde. Wie kleine Diamanten funkelte der noch unberührte
Schnee bis ins Tal hinab.
Dies war zumindest bei der zweiten Gruppe von Pfarrer Hendler der Fall; bei der Gruppe von Pfarrerin Scholz-Druba fand man eher einen
tiefverhangenen Himmel, der alle Schleusen für Regen öffnete. Nach dem Frühstück, das wie jedes Essen mit dem Lied „Vom Aufgang der Sonne“
eingeleitet wurde, begann unser zweiter Tag mit der zweiten und dritten Einheit.
Die Reflexion des eigenen Lebens. Hierbei sollte am Ende eine Lebenslinie mit Höhen und Tiefen als Ergebnis vorliegen. Hierbei erfährt man
über tolle Ereignisse, aber auch über schlimme Schicksale, die einen doch tief berühren.
Aber nicht nur um die Vergangenheit ging es in dieser Einheit, sondern auch um die Zukunft. Der lange Weg der noch vor einem liegt. Was kommt
nach der Konfirmation, der Schule, dem Studium, Heirat, Kinder, etc.? Hierfür sollte eine weitere Lebenslinie angefertigt werden, die auch
hier wieder die unterschiedlichsten Ergebnisse lieferte. Das Ziel dieser Einheit war die Auswahl des Konfirmationsspruches. Hier fand man
eine große Vielfalt vor, die ich in meiner Zeit als Teamer und auch als Konfirmand nicht erlebt habe. Nach dem Mittagessen gab es die
Möglichkeit für etwas Freizeit. Hierbei hatte die Gruppe von Martin Hendler einen klaren Vorteil, denn dank des Schnees konnten wir mit
Hilfe von blauen Müllsäcken ein tolles Schlittenfahren veranstalten. Ein paar Meter von der Herberge entfernt findet man einen kleinen
Abhang, der ausreichend Platz für eine Piste bietet. Nur ein Wort beschreibt das Spektakel passend: Spitzenklasse!
Bei Frau Scholz-Druba verbrachten wir die Freizeit drinnen mit Gesellschaftsspielen und wir Teamer zum Teil mit dem Nachholen des Schlafes,
den uns einige Nachteulen unter den Konfis nicht gönnten.
Nach dieser Einheit wurde ging die Arbeit weiter. Pfarrerin Scholz-Druba und wir planten einen Stationenlauf, der sich mit allen Elementen der
Taufe beschäftigte. Hiernach teilten wir uns in Neigungsgruppen zur Vorbereitung des Taufgottesdienstes am 22. Februar 2009 ein. Hierbei
galt es, verschiedene Dinge anzufertigen, wie zum Beispiel die Taufkerzen für die Täuflinge, aber auch Lesungen vorzubereiten, Fürbitten zu
formulieren und auch sich nochmals mit den Namen zu beschäftigen.
Bei Pfarrer Hendler bereiteten wir eine Theaterszene vor, bei der es galt, einige biblische Szenen durch Standbilder darzustellen. Hierbei
zeigten sich doch einige tolle schauspielerische Talente. Hiernach spielten wir einige Kirchenspiele, wie Montagsmaler, Tabu und
Stadt-Land-Fluss. Bei Montagsmaler galt es, biblische und auch einige nicht-biblische Begriffen malend darzustellen, bei Tabu musste man
die Begriffe umschreiben und Stadt-Land-Fluss wurden kirchliche Oberbegriffe wie Taufe, etc. anstatt von Stadt-Land-Fluss benutzt.
Hiernach boten wir eine freie Zeit an in der wir versuchten eine Disco zu gestalten.
Der Abschluss des Wochenendes wurde bei beiden Gruppen mit dem Abendmahlsgottesdienst vollzogen.
Da die Zeit an diesem Wochenende viel zu schnell verging mochte man in manchen Situationen einfach die Zeit anhalten und den Moment genießen. So ging es den meisten bei den Nachtgedanken, bei manchen Einheiten und natürlich beim tollen Schlittenfahren. Leider verläuft die Sonne vom Aufgang bis zu ihrem Niedergang und das lässt sich leider nicht ändern.
So gingen zwei tolle Wochenenden zu Ende. Ich möchte mich noch einmal stellvertretend für alle bei den Konfis für die tolle Mitarbeit bedanken
und natürlich möchte ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanken. Wir haben doch eine tolle Arbeit geleistet und hatten viel Spaß.
Aber vor allem lag es uns am Herzen, dass sich die Konfis untereinander kennenlernen und wir ihnen ein Stück helfen konnten, erwachsen zu werden.
Und dies ist uns doch recht gut gelungen!
In diesem Sinne freue ich mich auf die nächste Freizeit und auf viele neue Gesichter im nächsten Jahr.
Tim Möller
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Letzte Aktualisierung der Struktur dieser Seite: Sonntag, 29. März 2009